verein-10Kunst von Gefangenen

Die Bildhauerwerkstatt in der damaligen JVA Oslebshausen und jetzigen JVA Bremen entstand 1978 anlässlich eines Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung des Grüngürtels vor der Anstalt. Es waren Zeiten des Umbruchs auf allen sozialen Gebieten, so auch des Umgangs mit Strafgefangenen. Der Resozialisierungsgedanke brachte Kunstprojekte in die Anstalten. Das Wesentliche im Menschen sollte angesprochen und dem Individuum Ausdrucksraum gegeben werden.

Prof. Siegfried Neuenhausen gewann den Wettbewerb mit der Idee, die Gefangenen einzubeziehen. In der Folgezeit entwickelte sich unter Federführung des Referates "Kunst im öffentlichen Raum" eine Bildhauerwerkstatt in der JVA unter Anleitung professioneller Künstler.

1997

gründeten die bisher verantwortlichen Ressorts für Kultur und Justiz den Verein "Mauern öffnen e.V." und übergaben diesem die Trägerschaft für die Werkstatt.

2001

konnte der Erwachsenenwerkstatt eine Werkstatt für jugendliche Gefangene angegliedert werden. So konnte die Bildhauerwerkstatt im Jahre

2003

ihr 25 jähriges Jubiläum mit zwei Ausstellungen und einer Tagung feiern.

2006

wurde zusätzlich eine Außenwerkstatt eröffnet. Sie hilft vorrangig ehemaligen Strafgefangenen bei der weiteren Resozialisierung und dient den Außenaktivitäten der inneren Werkstätten.

2008

feierte der Verein das 30 jährige Bestehen der Werkstatt mit einer großen Ausstellung in der Kulturkirche St. Stephanie.

2009

erhielt der Vorsitzende in Anerkennung seiner langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit für Verein und Werkstätten eine Einladung des Bundespräsidenten zum Neujahrsempfang.